Mein inoffizieller Muttertag

Mein inoffizieller Muttertag

Da der Muttertag dieses Jahr wie jedes Jahr auf den 2. Sonntag im Mai fällt war mein Muttertag ungefähr einen Monat zu früh. Eigentlich warten wir jetzt erst noch auf den Osterhasen. Aber manchmal hält sich eben selbst der Muttertag nicht an das bereits seit nahezu 100 Jahren festgelegte Wochenende.

Aber lasst mich am Anfang beginnen… Das ganze Wochenende stand im Zeichen der Kinderbelustigung und der Vorbereitungen für das herannahende Osterfest. Während wir den Pinsel geschwungen und erneut 10 ausgeblasene Eier mit der Lieblingsfarbe meiner Tochter versehen hatten, hatte ich noch nicht die leiseste Vermutung, dass am anstehenden  Dienstag bereits „mein Muttertag“ auf mich wartet. Wisst ihr eigentlich wie viel Rührei man essen muss um 10 ausgeblasene Eier bereit halten zu können? Ich hoffe, dass mir am offiziellen Muttertag das hoffentlich im Bett servierte, weichgekochte Ei wieder mundet. Denn im Moment habe ich von Eiern genug, es sei denn, sie sind aus Schokolade!

Aber zurück zu meinem inoffiziellen Muttertag. Der Dienstag begonn hektisch und keineswegs wie man sich einen Muttertag vorstellt und vor allem komplett ohne Muttertagsgeschenke. Die Kinder waren irgendwie schräg drauf und schon am Morgen schwer zu bändingen. Also musste wieder das Mary-Poppins-Prinzip aus dem Schrank geholt werden: „Ein Löffelchen voll Zucker und was bitter ist wird süß“! Aufräumen, Essen, Zähne putzen- ganz wichtig, ICH muss Spaß an der Sache zeigen. Weil meine Tochter nur allzu gerne rumalbert und sich kaputt lacht, springt sie fast immer auf den Zug auf und lauscht meinen Fantasiegeschichten über schmutzfressende Zahnbürsten und frierende Bücher auf dem Boden und lacht bereitwillig mit. Dieser Tag musste also von morgens bis abends mit den wildesten Geschichten versehen werden und hat mir viel Energie und Fantasie abverlangt. Zugegebenermaßen klinkt das immer noch nicht nach Muttertag, aber habt noch ein klitzekleines bisschen Geduld. Ich war also froh, als der Zeiger der Uhr Richtung 7 Uhr ging und ich zum letzten Mal an diesem Tag die Geschichte der verrückten Zahnbürste auspacken musste und bald meine Beine hochlegen durfte. In meinen Gedanken lag ich schon auf der Couch und konnte nicht warten, dass auch endlich das 2. Monster im Bett liegen würde und dann kam es, mein Geschenk! Ganz überraschend und so aus den tiefsten Tiefen des kleinen 2,5-jährigen Herzens! Die ungefähr 30 cm langen Ärmchen schlungen sich um meinen Hals und mit einem tiefen Seufzer sagte sie: „Mama, ich finde dich lieb!“ Und ich denke, hier an diesem Punkt versteht mich jede Mama. Wen kümmern Muttertagsgeschenke wenn man dieses  tolle Liebesgeständnis an einem x-beliebigen Tag empfangen darf?

Ich schwebe immer noch auf meiner Mama-ist-lieb-Wolke, aber wenn mein Mann diesen Blog lesen sollte: nicht nur Umarmungen und Selbstgebasteltes (wird doch meistens mit der Hilfe der Mama gemacht), sondern auch Pralinen und dieser tolle Kaffeebecher wären tolle Muttertagsgeschenke! Schließlich kommt mein offizieller Muttertag noch am 2. Sonntag im Mai!

 

 

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